9. JULI 2017

Neue Veröffentlichung: Beitrag zu Degrowth in Bewegung(en)

Im März 2017 erschien meine letzte politische Veröffentlichung im Sammelband „Degrowth in Bewegung(en). 32 alternative Wege zur sozio-ökologischen Transformation.“, herausgegeben vom Konzeptwerk Neue Ökonomie und DFG-Kolleg Postwachstumsgesellschaften. Der Beitrag markiert das Ende meiner ehrenamtlichen Tätigkeit als Aktivist, Referent und Autor für Menschenrechte, Tierrechte und Umwelt zwischen 2002 und 2015. In den 32 Beiträge werden die Verbindungen und Überschneidungen von 32 sozialen Bewegungen mit der Degrowth-Bewegung beleuchtet. Trotz Beteiligung der Deutschen Forschungsgemeinschaft sind die Texte aufgrund des heterogenen Kreises von Adressaten/-innen nicht in wissenschaftler, sondern in einer möglichst einfachen Sprache formuliert.


Cover: Degrowth in Bewegung(en)

Abstract: „Die hier versammelten 32 sozialen Bewegungen, alternativ-öko- nomischen Strömungen und Initiativen suchen nach Alternativen zum herrschenden Wirtschaftsmodell. Sie fordern einen Paradigmenwechsel: weg vom Fokus auf Wettbewerb, Gewinnstreben, Ausbeutung und Wachstum – hin zu mehr Kooperation, Solidarität und einer Orientierung an konkreten Bedürfnissen. Es geht darum, die Bedingungen für ein gutes Leben für alle zu schaffen. Aber welche unterschiedlichen Wege für eine sozial-ökologische Transformation gibt es? Welche Hürden sind zu überwinden? Welche Gruppen sind beteiligt, wer macht was und wie ist das Verhältnis zueinander? Welche Bündnisse sind möglich? Diesen Fragen sind Protagonist_innen der Bewegungen in einem zweijährigen Vernetzungs- und Schreibprozess nachgegangen. Die daraus entstandenen Beiträge motivieren zu eigenem Tun und Engagement.“


Miriam Boschmann und ich beleuchten im Beitrag „Tierrechtsbewegung: Gegen die Ausbeutung von Tieren im Namen des Wachstums" gemeinsame Perspektiven der Tierrechts- und Degrowth-Bewegung. Dazu skizzieren wir zunächst die Kernideen und anschließend die Geschichte und den Aktivismus der Tierrechtsbewegung. Im Hauptteil stellen wir geteilte Ziele und Politikformen sowie gegenseitige Anregungspotentiale der Bewegungen heraus. Die Gemeinsamkeiten umfassen die Kritik am gegenwärtigen Kultur-Natur- bzw. Mensch-Tier-Dualismus, an der Wirtschaftsform sowie die Reflektion des eigenen Lebensstils und die Forderung nach politischen Weichenstellungen. Gegenseitige Anregungen sehen wir vor allem in den Bereichen Klimawandel, Ressourcenschonung und globale Gerechtigkeit.


An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei den befreundeten Künstlern/-innen bedanken, die unseren Beitrag illustriert haben: Katharina Rot (Hamburg), Chris Moser (Tirol), Hartmut Kiewert (Leipzig) und Lin-May Saeed (Berlin).


Dank der Förderung der Deutschen Forschungsgemeintschaft stehen alle Beiträge zusätzlich kostenlos online zur Verfügung:

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